Audiokarteikarten zum Türkisch-Vokabeln lernen: auf einer Seite das türkische Wort, auf der anderen die Übersetzung, beide Seiten werden von einer lebensechten Stimme gesprochen. Am einfachsten startet man mit einer fertigen Liste — „Grundwortschatz“; eine eigene Liste lässt sich ebenfalls einfügen und wird sofort zur Deck.
Mit einer Deck kann auf zwei Arten gearbeitet werden. Klickt man „Lernen“, erscheinen die Karten einzeln: man ruft die Übersetzung ab, zeigt die Antwort und bewertet sich ehrlich von „Nochmal“ bis „Einfach“, danach entscheidet die Seite, wann das Wort wieder gezeigt wird. Oder man drückt ▶ und hört die ganze Deck hintereinander, ohne auf den Bildschirm zu schauen. Die Schaltfläche ↓ MP3 speichert die gesamte Deck als eine Datei — dieselben Karten, aber im Handy-Player: ohne offenen Tab, ohne Internet und bei ausgeschaltetem Bildschirm, was keine Browserseite kann.
Vier fertige Listen — Grundwortschatz, Kernwortschatz und Erweiterter Wortschatz sowie Häufige Verben. Es sind nicht vier verschiedene Sammlungen: der Grundwortschatz steckt vollständig im Kernwortschatz, der Kernwortschatz im Erweiterten Wortschatz, die Verben ebenfalls innerhalb des Erweiterten Wortschatzes. Dadurch geht nichts Verlerntes verloren: wer die Deck „Grundwortschatz“ abschließt, setzt dieselbe Erweiterter Wortschatz bei Wort 101 fort, statt neu anzufangen.
Der Sinn der Listen liegt darin, dass die Wörter in einer Sprache extrem ungleich verteilt sind. Tausend der häufigsten Wörter decken je nach Zählung etwa 80 % aller Wörter in einem normalen Gespräch ab. Das bedeutet nicht, dass man 80 % des Sinns versteht — gerade seltene Wörter tragen oft die Bedeutung —, aber ohne dieses Grundgerüst funktioniert alles andere nicht: weder Grammatik noch Hörverstehen noch Lesen. Tausend Wörter sind nicht ganzes Türkisch, sondern das Fundament, auf dem alles andere aufbaut.
In jeder Deck befinden sich genau so viele Karten, wie der Name verspricht, und das wurde in allen dreißig Sprachen geprüft. Wenn zwei türkische Wörter ins Deutsche gleich übersetzt werden, verschmelzen sie zu einer Karte mit zwei Bedeutungen auf der Rückseite; fehlende Karten werden aus der nächstgrößeren Liste ergänzt, damit aus einer angekündigten tausend Wörtern nicht am Ende nur achthundert Karten werden.
Die Karten erscheinen nach dem SM-2-Algorithmus für spaced repetition — demselben, auf dem Anki basiert. Die Idee ist einfach: ein Wort, das man leicht erinnert, braucht man morgen nicht noch einmal zu sehen, ein Wort, bei dem man stockt, schon. Nach jeder Karte wählt man eine von vier Bewertungen, und unter jeder Taste steht, in wie vielen Tagen das Wort zurückkommt:
Die Zahlen unter den Tasten sind nicht zur Dekoration da — sie werden für diese eine Karte aus ihrer eigenen Historie berechnet, daher unterscheiden sie sich bei einem neuen Wort und einem Wort, das man seit einem halben Jahr kennt. Bei einem neuen Wort steht unter „Nochmal“ und „Schwer“ ein Tag, unter „Gut“ drei Tage und unter „Einfach“ vier Tage. Dass die ersten beiden dieselbe Zahl tragen, heißt nicht, dass die Tasten gleich sind: „Nochmal“ setzt den Erfolgszähler zurück und verbucht einen Fehler, während „Schwer“ als Antwort zählt und lediglich das weitere Wachstum der Intervalle verlangsamt.
Der Zeitplan liegt im eigenen Browser, deshalb ist keine Registrierung nötig und nichts wird irgendwohin gesendet. Die Kehrseite derselben Lösung: in einem anderen Browser oder nach dem Löschen der Website-Daten ist der Fortschritt nicht mehr auffindbar.
Jede Karte spricht beide Seiten an, und jede Seite hat ihre eigene Geschwindigkeit — das türkische Wort kann verlangsamt, die deutsche Übersetzung normal abgespielt werden. Die Stimme lässt sich in den Deck-Einstellungen wählen: sowohl normale als auch neuronale Stimmen stehen zur Verfügung.
Unter dem türkischen Wort steht die phonetische Umschrift — dieselbe, die man in Wörterbüchern findet. Sie wird zusammen mit der Deck gespeichert und nicht über das Netz nachgefragt, deshalb erscheint sie sofort und funktioniert auch ohne Internet. Sie ist Teil der Deck, kein separater Dienst: die Umschrift wird im Voraus erstellt und liegt neben der Übersetzung, deshalb ist sie sofort sichtbar und unabhängig von der Verbindung.
Die ganze Deck kann als eine MP3- oder WAV-Datei heruntergeladen werden: beide Seiten jeder Karte und die Pausen dazwischen. Das ist eine Möglichkeit, Vokabeln zu lernen, ohne auf das Handy zu schauen — unterwegs, beim Spazierengehen, beim Autofahren.
Die Schaltfläche „Antwort eingeben“ verwandelt das Erkennen in ein Abrufen. Der Unterschied ist größer, als man denkt: eine Übersetzung in fertiger Form zu erkennen ist viel leichter, als sie aus dem eigenen Gedächtnis hervorzusuchen, und genau Letzteres braucht man in einer Prüfung oder im Gespräch. Die Antwort wird bei jedem der auf der Rückseite stehenden Bedeutungen akzeptiert; Groß-/Kleinschreibung und Satzzeichen zählen nicht als Fehler. Der Modus wird gespeichert, deshalb muss er nicht jedes Mal neu gewählt werden.
Neben den Frequenzlisten gibt es 22 thematische Decks — fertige Sätze für konkrete Situationen: „Beim Arzt und in der Apotheke“, „Im Hotel“, „Flüge und Verspätungen“, „Bei der Bank und beim Bezahlen“. Es handelt sich nicht um Einzelwörter, sondern um ganze Äußerungen, die man so aussprechen kann. Die Sätze stammen aus den Texten der Lese- und Hörabschnitte, deshalb kann man von der Deck zum Text springen, in dem die Phrase im Kontext vorkommt, und wieder zurück.
Die Schaltfläche „Deck hinzufügen“ öffnet ein Formular, in das man eine Liste von Paaren Wort — Übersetzung einfügt, je ein Paar pro Zeile. Daraus entsteht dieselbe Art Deck: mit Sprachausgabe, Zeitplan, Tastatureingabe und Export als MP3. Das ist praktisch, wenn Wörter vom Lehrer vorgegeben, aus einer Serie notiert oder aus dem eigenen Lehrbuch gesammelt wurden.
Ein vernünftiger Richtwert sind 10–20 neue Wörter am Tag bei täglicher Wiederholung. Mehr aufzunehmen ist nicht schwer, doch sie eine Woche später noch einmal durchzugehen, wird genauso viel Zeit kosten, und genau daran scheitert es meist. Der Algorithmus berechnet die Belastung selbst: ein Zähler über der Deck zeigt, wie viele Karten heute genau zur Wiederholung anstehen.
Wer Türkisch von null an lernt, beginnt mit „Grundwortschatz“. Wer schon einfache Texte liest, startet gleich mit dem Erweiterten Wortschatz: der Grundwortschatz und der Kernwortschatz sind darin vollständig enthalten, bekannte Wörter schickt der Algorithmus schnell in eine lange Pause, unbekannte bleiben daneben.
Nein. Weder Konto noch Installation noch Bezahlung: die Seite funktioniert sofort, und der Wiederholungsplan liegt im Browser.
Ja, auf zwei Wegen: die Deck als eine Audiodatei herunterladen und überall anhören oder die Seite als App installieren — dann bleiben Karten und Umschrift auch ohne Netz verfügbar.
Der Wiederholungsalgorithmus ist derselbe. Der Unterschied liegt darin, dass hier nichts eingestellt und keine fertige Deck gesucht werden muss: die vorgefertigten Listen sind bereits übersetzt, vertont und mit Umschrift für alle dreißig Lernsprachen versehen, und alles läuft im Browser ohne Installation.
Eine Zeile pro Sprache, abwechselnd — oder zwei Spalten durch Tab getrennt, wie ein Tabellenkalkulationsprogramm exportiert.